Die Fruchtfolge beschreibt die zeitliche Abfolge der angebauten Nutzpflanzenarten auf einer landwirtschaftlichen Fläche. Zuckerrüben werden stets im Wechsel mit anderen Feldfrüchten in einer Fruchtfolge angebaut.

A: Zuckerrüben

Zuckerrüben werden nur alle drei bis fünf Jahre auf demselben Feld angepflanzt. Sie werden im März und April ausgesät und von Mitte September bis in den Dezember hinein geerntet. Sie sind als Vorfrucht vor dem Anbau von Winterweizen gut geeignet. Da Zuckerrüben keine Wirtspflanzen für Getreideschädlinge oder -krankheiten sind, führt ihr Anbau zu einem geringeren Befall mit Unkräutern, Schädlingen und Krankheiten im Getreide und reduziert dadurch den Bedarf an Pflanzenschutzmaßnahmen.

Übrigens: Die Zuckerrübe ist ein effizienter Sauerstoffproduzent. Auf der Fläche eines Fußballfeldes produziert sie so viel Sauerstoff, wie 60 Menschen während eines Jahres atmen.

B: Winterweizen

Zuckerrüben werden häufig im mehrjährigen Wechsel mit Wintergetreide angebaut. Sie können aufgrund ihrer tiefreichenden Wurzeln Stickstoffüberschüsse von Vorfrüchten annehmen. Die Rübe selbst hinterlässt aber aufgrund ihrer bis in den Spätherbst hinein andauernden Nährstoffaufnahme kaum Restmengen an Nitrat im Boden, was dem Nitrateintrag ins Grundwasser vorbeugt.

Übrigens: Auf demselben Feld nach Zuckerrüben angebaut, kann Winterweizen zehn Prozent mehr Ertrag erbringen als bei zwei aufeinander folgenden Getreideernten.

C: Wintergerste

In der Fruchtfolge kommt die Wintergerste häufig nach dem Winterweizen. Wintergerste wird Mitte September bis Anfang Oktober ausgesät. Da sie früh im Sommer geerntet wird und Zuckerrüben erst im Frühjahr ausgesät werden, kann die Lücke dazwischen für den Anbau einer Zwischenfrucht wie Ölrettich oder Gelbsenf genutzt werden. Gut zu erkennen ist der Zwischenfruchtanbau an weiß oder gelb blühenden Feldern im Herbst.

Übrigens: Zwischenfrüchte vermindern die Gefahr für die Auswaschung von Nährstoffen, unterdrücken die Entwicklung unerwünschter Wild- und Kulturpflanzen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen wie Nematoden (Fadenwürmer), die über den Boden übertragen werden.