Naturwissenschaftlich wird er als „Saccharose“ bezeichnet. Es gibt aber noch viele andere Zuckerarten, die wissenschaftlich in Mono- und Disaccharide – also Einfach- und Zweifachzucker – unterschieden werden. Als Kohlenhydrat besteht Zucker aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff und liefert 4 Kalorien Energie pro Gramm. Kohlenhydrate  bilden eine wichtige Energiequelle für den Körper. Die wichtigsten pflanzlichen Kohlenhydrate werden nach ihrem Aufbau in folgende Gruppen zusammengefasst:

Monosaccharide

Zu den Monosacchariden oder Einfachzuckern zählen Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker).

Glukose, auch als Traubenzucker oder Dextrose bezeichnet, wurde im 18. Jahrhundert in Weintrauben entdeckt. Heute wird Glukose meist aus Stärke gewonnen. Seine Süßkraft beträgt etwa 75 Prozent von der des Haushaltszuckers. Glukose ist sozusagen der „Treibstoff“ für Muskeln und verschiedene Organe. So nutzen beispielsweise das Gehirn, das Nierenmark und die roten Blutkörperchen Glukose als Energiequelle.

Fruktose (Fruchtzucker) ist in vielen Lebensmitteln natürlicherweise enthalten: in Obst und Fruchtsäften sowie in Honig und in geringeren Mengen in einigen Gemüsesorten. Die Süßkraft von Fruktose beträgt verglichen mit Saccharose etwa 120 Prozent  – und damit die höchste von allen Zuckerarten.

Disaccharide

Disaccharide (Zweifachzucker) entstehen durch die Verknüpfung von zwei Monosacchariden. Beispielweise ist bei Saccharose (Haushaltszucker), auch Rohr- oder Rübenzucker genannt, Glukose mit Fruktose verbunden. Auch Laktose (Milchzucker) und Maltose (Malzzucker) sind Disaccharide.

Saccharose (Haushaltszucker): Saccharose, lässt sich aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewinnen; chemisch und physikalisch besteht da kein Unterschied. Haushaltszucker gibt es in unterschiedlichen Sorten. Er ist ein Lebensmittel mit verlässlichen Eigenschaften in der Zubereitung von Speisen aller Art. Das gilt für den Einsatz von Zucker in der heimischen Küche und in der industriellen Herstellung von Lebensmitteln.

Laktose (Milchzucker) kommt natürlicherweise in Milch und Milchprodukten vor und wird in Reinform aus Molke gewonnen. Er ist ein Disaccharid aus Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Seine Süßkraft beträgt etwa ein Viertel im Vergleich zu Saccharose. Laktose wird als Zutat in verschiedenen Lebensmitteln verwendet, ist aber auch pur erhältlich.

Maltose (Malzzucker) besteht aus zwei Glukose-Molekülen und wird bei der Aufspaltung von Stärke gebildet: bei der Stärkeverdauung im menschlichen Körper und in Lebensmitteln beim Keimen von Getreide und Kartoffeln. Seine Süßkraft ist mit etwa 50 Prozent im Vergleich zu Saccharose relativ gering.

Oligosaccharide und Polysaccharide

Oligosaccharide und Polysaccharide sind keine Zuckerarten, sondern langkettige Moleküle, die sich aus Zuckerbausteinen zusammensetzen. Oligosaccharide sind unter anderem in Maltodextrin enthalten, das beim Abbau von Stärke entsteht.

Polysaccharide: Ein Beispiel dafür ist Stärke, die ausschließlich aus Glukosebausteinen besteht. Sie wird als pflanzliches Reservekohlenhydrat in Wurzeln, Knollen und Samen eingelagert und ist daher in vielen Lebensmitteln enthalten: unter anderem in Kartoffeln, Gemüse, Getreide und Getreideprodukten wie Brot, Gebäck, Haferflocken und Mehl. Im Handel erhältliche Stärke wird beispielsweise aus Weizen, Mais und Kartoffeln gewonnen.