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Zuckerrübe: Alles wird verwertet

Zucker_und_Nachhaltigkeit_v05Moderne Erntemaschinen trennen die Blätter der Rübe schon bei der Ernte ab. Sie verbleiben kleingehäckselt entweder als Dünger auf dem Feld oder werden verfüttert. Die Zuckerrüben selbst bestehen zu drei Vierteln aus Wasser. Ein großer Teil davon verdampft während der Zuckergewinnung und kondensiert wieder. Danach wird es erneut eingesetzt, beispielsweise zum Waschen der Rüben.

Die Zuckerrüben werden in der Fabrik zu so genannten Rübenschnitzeln zerkleinert. Aus diesen wird der Zucker mit Wasser extrahiert. Nach der Entzuckerung enthalten die Rübenschnitzeln nur noch etwa acht Prozent Zucker. Gepresst und zum Teil auch getrocknet werden sie als Futtermittel verwendet.

Durch das Herauslösen des Zuckers aus den Rübenzellen wird der Rohsaft gebildet. Dieser wird in mehreren Stufen immer weiter eingekocht. Am Ende wird der Zucker auskristallisiert. Übrig bleibt Melasse – ein dunkler Sirup, der noch etwa 50 Prozent Zucker enthält. Eine weitere Auskristallisation von Haushaltszucker ist bei Melasse nicht mehr möglich.

Zwei Drittel der in Deutschland erzeugten Melasse werden zu Viehfutter verarbeitet und beispielsweise Rübenschnitzeln zugesetzt. Außerdem wird Melasse in der Hefeerzeugung, der Bioethanolproduktion und in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt.

Die Tatsache, dass man ca. 7 Kilogramm Rüben braucht, um 1 Kilogramm Zucker zu gewinnen, kann verwirren. Doch der Grund liegt darin, dass die Rübe zu drei Vierteln aus Wasser besteht. Dementsprechend macht Zucker fast zwei Drittel der festen Bestandteile der Zuckerrübe aus – ein beeindruckender Anteil.