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Wie kommt der Zucker in die Rübe?

Im Frühjahr wird ein winziges Samenkorn gesät, im Herbst die pralle Rübe geerntet. Doch woher nimmt die Rübe den Zucker? Und was braucht sie dafür?

 

 

Pflanzen können zwar nicht von Luft und Liebe, aber von Luft und Wasser leben. Ihr Erfolgsrezept sind die grünen Blätter. Sie absorbieren Kohlendioxid (CO2) aus der Umgebungsluft. Die Wurzel nimmt Wasser (H2O) aus dem Boden auf und transportiert es zu den Blättern. Das sind die Hauptnahrungsmittel der Pflanze.

Die Blätter bestehen aus Zellen, die Chloroplasten enthalten – kleine runde Körper. Dort reagieren Wasser und Kohlendioxid zu Glukose. Der Trick ist das Chlorophyll, der grüne Farbstoff. Er nutzt die Sonnenstrahlen, um die Energie für den Zuckeraufbau zu bekommen. Als Nebenprodukt entsteht Sauerstoff, welche die Rübe wieder an die Luft abgibt.

Da Glukose sich schlecht transportieren lässt, stellt die Rübenpflanze daraus Saccharose (Zucker) her. Der Zucker wird in den Rübenkörper transportiert, der dadurch immer weiter zur Rübe anwächst. War der Samen nur so groß wie ein Stecknadelkopf, wiegt die Rübe zur Erntezeit 700 bis 1.300 Gramm. Die meisten Pflanzen, zum Beispiel Getreide oder Kartoffeln, speichern ihre Energie in Form von Stärke. Die Zuckerrübe ist eine der wenigen Pflanzen, die Zucker direkt speichern können. Das wird ausgenutzt: Denn genau der Zucker, den die Rübe mit Sonnenenergie aufbaut, landet später in der Tüte – ein echtes Naturprodukt.