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Prof. Tom Philipps zum Wettbewerb

Wesentliche übergeordnete Trends und Entwicklungen (z. B. Bevölkerungswachstum), die exponentiell wachsende globale technologische Entwicklung und ein stetig steigender Pro-Kopf Bedarf an Rohstoffen erfordern ein Umdenken und verlangen eine Veränderung im Umgang mit der Versorgung von Rohstoffen. Insbesondere der Rohstoff Zucker bietet hierbei ein großes Potenzial.

Zucker hat Potenzial

Einerseits beobachten wir, wie das Thema Zucker im Kontext Ernährung zunehmender medialer Kritik ausgesetzt ist, andererseits entzückt der Rohstoff die Wissenschaft mit enormen Potenzialen, da er viele Lösungen für aktuelle Zukunftsprobleme liefern kann. Genau dieser Herausforderung und dem breiten Spektrum widmete sich das Semesterprojekt „Innovationen mit Zucker“. Hierbei wurden Systeme, Technologien und Verfahren des spezialisierten Gebrauchs unter Berücksichtigung der hoch sensibilisierten Benutzergewohnheiten reflektiert und kreative Produktlösungen im Kontext des Themenfeldes ausgearbeitet.

Es werden Konzeptionen und Entwicklungen gesucht, die den Einsatz von Zucker nachhaltig und angemessen vorstellen. Im Fokus der einzelnen Projekte steht der Endverbraucher als zentraler Konsument in der Prozesskette. Auf der Suche nach innovativen Dienstleistungen, Produkt-, und Geschäftsideen wird das B2C-Geschäft berücksichtigt, da der Verbraucher sowohl indirekt als auch direkt von den Aspekten der Rohstoffversorgung betroffen ist und dieser Einfluss sich auf sein Wertesystem und Konsumverhalten auswirkt.

Verbraucher im Fokus des Projekts

Ziel hierbei ist es, dass möglichst keine Einschränkungen der Lebensqualität des Verbrauchers eintreten. Darüber hinaus sollen für diesen möglichst erkennbare Vorteile sowie attraktive Handlungsoptionen wie die Verbesserung oder Vereinfachung des „Alltags“ eintreten. Es kann darüber hinaus Ziel sein, zu prüfen, ob eine gesundheitliche Verbesserung, eine Minimierung von Risiken, die Senkung der Lebenskosten oder neue Optionen in der Gestaltung des Lebens und des Lebensumfeldes möglich sind.

Dieser komplexen Aufgabe stellten sich im Wintersemester 2014 vierzehn Industriedesign-Studierende der Hochschule Darmstadt und bearbeiteten die Thematik im Rahmen eines viermonatigen Entwurfsprojekts.

Unterstützt wurde das Projekt durch die deutsche Zuckerwirtschaft. Besonders danken möchte ich den Juroren, die letztendlich im Rahmen der Abschlusspräsentation ihre Favoriten ausgewählten und nominierten: Eva Sawadski (WVZ), Dr. Dominik Risser (Südzucker AG), Stephan Ott (Verlag Form) und Marco Berg (Trio-Group).

Prof. Tom Philipps studierte zunächst Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt und später Industrie-Design an der Hochschule Darmstadt. 2001 folgte seine Berufung als Professor für Industrie-Design an die Hochschule Darmstadt, mit den Schwerpunkten Entwurf und Technologie, seit 2014 leitet er das Institut für Industrie-Design. Sein Lehransatz ist „Design formt Visionen“.