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Mehr als nur süßer Brotaufstrich

Die Frühlingssonne scheint und bringt die Natur ganz schön auf Trab. Die ersten Erdbeeren sind schon reif und es gibt frischen Rhabarber. Ab Juni folgen Himbeeren, Kirschen und Johannisbeeren. Das heißt, das Einmachen der süßen Früchtchen kann starten. Davon profitiert nicht nur der Frühstückstisch: Denn Marmelade, Konfitüre und Co. sind mehr als Brotaufstriche. Fleischgerichten und Desserts geben die süßen Mischungen eine fruchtige Note. Schnell und einfach mit Gelierzucker eingekocht sind sie das ganze Jahr im Einsatz.

Saisonkalender

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Das Prinzip ist einfach:

Zuerst füllen Sie Einmachgläser und deren Deckel bis zum Rand mit kochendem Wasser und warten einige Minuten, bis Sie das Wasser ausschütten. Damit werden die Gläser sterilisiert. Dann füllen Sie die Früchte und Zucker ein und gießen Wasser oder Saft dazu – bis kurz unter den Rand. Am Ende verschließen Sie die Gläser und stellen sie bei 170 Grad Celsius in eine mit Wasser gefüllte Auflaufform im Backofen. Sobald im Glas Bläschen nach oben steigen, den Backofen abstellen und die Gläser noch mindestens eine halbe Stunde im Ofen lassen. Bei Kernobst wie Äpfeln, Birnen und Quitten empfiehlt es sich, die Früchte im Glas in einem Kochtopf vorzukochen, damit sie weich werden.

Einfach mal kreativ sein

Auch bei Konfitüre kann man kreativ werden – experimentieren Sie doch einmal mit ungewöhnlichen Zutaten wie Zitronengras, Ingwer, Chili oder Kaffee. Ihrem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Und so gelingt Ihre eigene Lieblingsmarmelade garantiert: Verwenden Sie zum Einkochen stets einwandfreies Obst oder Gemüse. Die Bakterien oder Gärstoffe in schadhaften Stellen könnten sonst dazu führen, dass die Marmelade schneller verdirbt. Die Gläser sollten sauber sein und direkt vor dem Einfüllen der Marmelade noch einmal mit heißem Wasser ausgespült werden. Beim Einfüllen sollten Sie darauf achten, dass der Rand sauber bleibt, damit keine Luft eindringen kann. Das auf der Packung Gelierzucker aufgedruckte Mengenverhältnis sollte eingehalten werden, damit die Marmelade nicht zu flüssig oder fest wird.

Auch Gemüse mag es süß

Auch beim Einmachen von Gemüse ist Zucker unverzichtbar. Sie kochen beispielsweise Gurken, Paprika oder Blumenkohl in Essigsud (0,5 Liter fünfprozentiger Essig, 0,25 Liter Wasser, dazu 100 Gramm Zucker und Gewürze). Hier sollten Sie einen Edelstahltopf verwenden, da andere Materialien vom Essig angegriffen werden. Das gegarte Gemüse kommt in ein vorgereinigtes Glas. Dann wird der Essigsud noch einmal aufgekocht und das Glas damit aufgefüllt, bis das Gemüse vollständig bedeckt ist. Der Zucker mildert die Essigsäure und intensiviert den Geschmack.

Exotisch und pikant

Wer es gerne exotisch mag und eigene Kreationen ausprobieren möchte, kann sich an der Herstellung von Chutneys versuchen. In Indien werden sie traditionell frisch hergestellt, in Europa und den USA werden sie durch Einkochen länger haltbar gemacht. Die würzige, cremige Sauce besteht in der Grundzutat aus Gemüse und eventuell Früchten. Dazu kommen noch Gewürze, Essig, Ingwer, Zitronensaft und Zucker. Chutneys passen besonders gut zu Wild, Fisch oder Käse.

Wussten Sie schon?

Konfitüre kann man auch ohne Kochen herstellen. Einfach Obst waschen, pürieren und mit speziellem Gelierzucker zum Kaltanrühren vermischen. Geht schnell und schont die Vitamine. Die Konfitüre ist im Kühlschrank zwei bis drei Wochen haltbar.

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