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Industriedesign und Zucker

Zucker hat viele Seiten. Hauptsächlich dient er zum Süßen von Lebensmitteln: Er konserviert, bräunt und schmeckt. Aber er wird auch zur Herstellung einer Vielzahl von Produkten eingesetzt – bei denen man es eigentlich nicht erwartet. Beispielsweise kann man mit seiner Hilfe kompostierbare Bio-Kunststoffe oder Waschmittel herstellen. Und Zucker macht kreativ.

Industriedesigner und der Zucker

Im Rahmen des von der deutschen Zuckerwirtschaft ausgeschriebenen Kreativ-Wettbewerbs „Zukunft. Zucker.“ konnten Industriedesign-Studenten der Hochschule Darmstadt zeigen, wo sie das Potenzial des Zuckers sehen. Die Ausschreibung ging bewusst an Industriedesigner, die optimale Voraussetzungen für die Aufgabe mitbringen. Sie sind keine einfachen Gestalter. Ihre Anforderung ist, ihre Entwürfe sowohl ästhetisch als auch technisch auszuarbeiten. Dabei spielen viele Aspekte eine Rolle: Sind sie ergonomisch und zugleich wirtschaftlich? Ist der Plan umsetzbar? Selbst kulturelle und soziale Aspekte fließen ein.

Vielfältige Ideen rund um den Zucker

Mit diesen Voraussetzungen haben sich die Studenten rund um Prof. Tom Philipps dem Zucker zugewandt. Der Leiter des Instituts für Industriedesign ließ ein weites Brainstorming zu, nach seinem Grundsatz „Design formt Visionen“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Insgesamt elf Projekte wurden eingereicht.

Das Feld reicht von im 3D-Drucker erstellten Zucker-Formen, die Kuchen verzieren können, bis zu einem formschönen Kandiszucker-Solver, mit dem sich die Kristalle schneller lösen. Eine chinesische Studentin erfand einen Zucker-Stift, mit dem essbare Bilder gemalt werden können. Zwei Studenten entwarfen ein platzsparendes Behandlungs-Set für Diabetes-Patienten in Entwicklungsländern. Und auch die Verpackung von Zucker war ein Thema: Ein aufklappbarer Zuckerlöffel aus Papier und ein praktischer Dosierer für dreieckige Zuckerwürfel waren dabei.

Mehr als nur ein hübsches Modell

Die Leistung der Industriedesigner zeigte sich speziell in der umfassenden Betrachtung: Sie hatten ausführlich recherchiert, wo es Marktlücken gibt, hatten die Umsetzbarkeit geprüft, ihre Entwürfe im Vergleich mit bereits vorhandenen Produkten bewertet und jedes Mal ein funktionales Modell erstellt. Angesichts so vieler guter Ideen fiel der Jury die Wahl schwer. Am Ende gewannen diese vier Entwürfe:

1. Preis: Die Zucker-Batterie
2. Preis: Die Zucker-Kombipackung
3. Preis: Die Zucker-Atemmaske
Innovations-Preis: Das Zucker-Garn